Messtechnik nach Maß: Die E-Zunge

Die dielektrische oder elektrochemische Impedanzspektroskopie ist ein bekanntes Standardverfahren zur Charakterierung von Sensoren und Prozessen in industriellen Anwendungen. Einen umfassenderen Einblick in die Testsubstanzen ergibt sich fast ohne Mehraufwand aus der Kombination der elektrischen mit einer thermischen Impedanzspektroskopie. Bei letzterer wird ein Heizer in Kontakt mit dem Analyten periodisch betrieben und die hierfür benötigte Temperaturamplitude gemessen. Das angewandte Verfahren ist eine Adaption der 3-Omega Methode. Zusätzlich zu elektrischen Eigenschaften wie Leitfähigkeit, Kapazität, usw. können im Idealfall Änderungen der thermischen Eigenschaften wie Wärmeleitfähigkeit, Wärmekapazität oder Dichte mitgemessen werden.

Im Vortrag werden verschiedene Beispiele für die kombinierte Anwendung dieser Techniken zur Realisierung eine E-Zunge gegeben.  

Vortragender: Martin Jägle, Gruppenleiter bei Fraunhofer Institut für Physikalische Messtechnik, IPM