Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Produkteigenschaften und Zerkleinerungsprozessen mit Hilfe von thermischen Analysemethoden

Durch die Zerkleinerung grobdisperser Partikeln können für verschiedene Produkte Partikelgrößen von weniger als 10 nm erreicht werden. Besonders im submikronen Bereich können zusätzlich zur Erhöhung der Feinheit durch die Zerkleinerung von unterschiedlicher Materialien auch gewollte oder unbeabsichtigte Veränderungen der Produkteigenschaften, wie Schmelz- und Sinterverhalten, Kristallinität, Reaktivität oder UV-Aktivität, beobachtet werden. Diese Phänomene sind durch mechanochemisch ausgelöste Reaktionen, plastische Deformationen und somit Änderungen der Morphologie oder durch die Änderung der Partikelgröße selbst und damit der spezifischen Oberfläche zu erklären.  

Die exakte Ursache für das Auftreten spezifischer Produkteigenschaften kann in vielen Fällen durch dilatometrische, thermogravimetrische oder kalorimetrische Methoden nachgewiesen und charakterisiert werden. 

Der Beitrag zeigt an ausgewählten Beispielen mit welchen thermischen Analysemethoden Eigenschaftsänderungen von Produktpartikeln analysiert und wie sie durch die Wahl geeigneter Betriebsparameter oder die Umstellung der Rezeptur gezielt beeinflusst werden können. 

Vortragender: Dr. Stefan Mende,
Manager of Technical and Scientific Communication bei NETZSCH-Feinmahltechnik GmbH 

co-Speaker: Dr. Ekkehard Füglein,
Head of Customer Training bei NETZSCH-Gerätebau GmbH