Allgemeine Eigenschaften
Kurzer Name: PE-LLD
Name: Polyethylen linear niedriger DichteDie Massen-Dichte ist definiert als Verhältnis zwischen Masse und Volumen.Dichte
Lineares Polyethylen niedriger Dichte (PE-LLD) unterscheidet sich von herkömmlichem Polyethylen niedriger Dichte (PE-LD) dadurch, dass es nur kurze Verzweigungen und deutlich andere rheologische Eigenschaften aufweist. PE-LLD ist ein Copolymer, das in der Regel aus Butylen, Hexen oder Octen besteht und bei niedrigeren Temperaturen und Drücken als PE-LD hergestellt wird.
Strukturelle Formel

Eigenschaften
NETZSCH Messung

| Probenmasse | 11,95 mg |
| Heizraten | 10 K/min |
| Tiegel | Al, gelochter Deckel |
| Atmosphäre | N2 (40 ml/min) |
Auswertung
Die erste Aufheizung (blau) zeigt eine stark strukturierte Schmelzendothermie mit einem Hauptpeak (bei 119 °C) und mehreren vor- und nachgelagerten Schultern, die das Vorhandensein von Spannungen (thermomechanische Geschichte) widerspiegeln. Bei der zweiten Aufheizung (rot) blieben zwei Peaks bei ca. 112 °C und 124 °C übrig. Aufgrund der Seitenkettenverzweigung bilden sich verschiedene Schmelzphasen, die nacheinander schmelzen. Die entsprechende Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelzenthalpie bei der zweiten Aufheizung beträgt ca. 137 J/g. Da PE-LLD ein teilkristalliner Thermoplast ist, kann der beobachtete Glasübergang bei -35 °C (für beide Aufheizungen) auf den amorphen Anteil des Polymers zurückgeführt werden. Ein zweiter möglicher Glasübergang bei ca. -100 °C bis -130 °C, der auf die unterschiedlichen Kristallitstrukturen zurückzuführen sein könnte, ist in den dargestellten Plots nicht erkennbar.