
Dielektrische Analyse
Für die Untersuchung des Aushärteverhaltens reaktiver duroplastischer Harzsysteme, Verbundwerkstoffe, Klebstoffe und Lacke hat sich die Dielektrische Analyse / Dielektrische Thermische Analyse (DEA/DETA) nach ASTM E2038 oder E2039 bewährt.
Die dielektrische Analyse (DEA), auch bekannt als dielektrische thermische Analyse (DETA), ist eine Methode zur Untersuchung der Viskosität und des Aushärtezustands von Duromeren, Klebstoffen, Lacken, Verbundwerkstoffen und anderen Arten von Polymeren und organischen Substanzen durch Messung der Änderungen ihrer dielektrischen Eigenschaften.
Für die Messung der Ionenleitfähigkeit, die aus dem dielektrischen Verlustfaktor berechnet wird, oder deren reziproker Wert, die IonenviskositätDie Ionenviskosität ist der reziproke Wert der Ionenleitfähigkeit, die aus dem dielektrischen Verlustfaktor berechnet wird.Ionenviskosität, bietet NETZSCH je nach Applikationsgebiet ein- und mehrkanalige DEA/DETA-Systeme an, die in unterschiedlichen Mess- und Frequenzbereichen mit verschiedenen Sensortypen arbeiten.
Unser Dielektrischer Analyator
Entdecken Sie das NETZSCH DEA-Analysegerät

Produktvarianten: Ionic und Rack
Die DEA 288 Ionic ist in zwei Versionen erhältlich, um unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden:
- Ionic-Version (tragbar)
Mit bis zu 7 Kanälen in der Grundausstattung bietet die portable Ionic-Variante maximale Flexibilität für Laboranwendungen und Forschung.
Durch die Ionic-Erweiterung kann das System auf bis zu 14 Kanäle ausgebaut werden – ideal für parallele Messungen oder Screening-Aufgaben. - Rack-Version (Industrieintegration)
Die Rack-Variante ist für die Installation im Schaltschrank konzipiert und speziell auf den industriellen Prozesseinsatz abgestimmt.
Sie verfügt über 8 Messkanäle, erweiterbar auf bis zu 16 Kanäle mittels zusätzlicher Rack-Module.
Damit ist sie die optimale Lösung für automatisierte Fertigungsprozesse und In-line-Überwachung.
Über die Methode
Die dielektrische Analyse basiert auf der Impedanzmessung. Eine Probe wird zwischen zwei Elektroden (dem dielektrischen Sensor) platziert und einer sinusförmigen Wechselspannung ausgesetzt. Das angelegte elektrische Feld zwingt Ionen und Dipole im Material zur Bewegung, wodurch ein Strom mit einer messbaren Phasenverschiebung entsteht.
Mit fortschreitender Aushärtung steigt die Viskosität und die Ionenbeweglichkeit sinkt, was zu charakteristischen Änderungen in der dielektrischen Reaktion führt. Diese Signale liefern Informationen über:
- Fließverhalten und Reaktivität
- Viskosität und Gelpunkt
- Vernetzungsverhalten und Aushärtungskinetik
- Glasübergang und Verglasung
- Diffusions- und Zersetzungseffekte
Dies macht die DEA zur idealen Methode für die Überwachung sowohl schneller als auch langsamer Aushärtungssysteme, einschließlich thermischer, UV- und Dual-Aushärtungsprozesse.

Häufig gestellte Fragen
Ihre Vorteile
über 60
bis zu 16
über 50
Was macht die DEA-Systeme von NETZSCH einzigartig?
- Zwei Geräteversionen: Portable Laborausführung (bis zu 7 Kanäle) oder Rack-Version für den Industrieeinsatz (bis zu 16 Kanäle).
- Hohe Dynamik: Frequenzbereich von 1 mHz bis 1 MHz, minimale Datenerfassungszeit < 5 ms.
- Flexible Sensoren: Einweg-, Mehrweg- und In-Mold-Sensoren für Lacke, Klebstoffe, Prepregs, Verbundwerkstoffe und Bulkmaterialien.
- Praxisnah: Keine spezielle Probenvorbereitung erforderlich – Sensoren können direkt im Werkzeug oder auf der Probe eingesetzt werden.
- Prozessübertragung: Im Labor entwickelte Parameter lassen sich 1:1 auf die Produktion übertragen.
- Softwareintegration: Mittels NETZSCH Proteus® Software lassen sich Ofen, UV-Lampe und Presse komfortabel steuern und Messergebnisse umfassend auswerten.
- Methodenkopplung: Simultane DEA-DMA- oder DEA-Rheologie-Messungen ermöglichen tiefere Einblicke in Gelierung, Viskosität und Vitrifikation.
Lange Lebensdauer
Immer für Sie da
Proven Excellence im Service
NETZSCH DEA Anwendungsgebiete
Die Dielektrische Analyse wird in zahlreichen Branchen eingesetzt, in denen Aushärteprozesse entscheidend sind:
- Harze, Klebstoffe & Beschichtungen: Analyse von Viskosität, Gelierung und Aushärteverhalten (Epoxid, Polyester, Polyurethane, Lacke, Farben, Druckfarben).
- Verbundwerkstoffe: Monitoring von SMC (Sheet Molding Compounds – glasfaserverstärkte Pressmassen), BMC (Bulk Molding Compounds – kurzfaserverstärkte Formmassen), Prepregs und Resin Transfer Molding (RTM).
- UV-härtende Systeme: Echtzeitbewertung der lichtinduzierten Aushärtung von Tinten, Klebstoffen und Beschichtungen.
- Prozesskontrolle & -optimierung: Direktes In-Mold-Monitoring für Automobil, Luftfahrt, Windenergie, Schiffbau und Elektronik.
- Qualitätssicherung: Überwachung von Aushärtegrad und Reproduzierbarkeit in der Serienfertigung.
- Forschung & Entwicklung: Entwicklung neuer Rezepturen, Untersuchung von Additiven, Füllstoffen und Härtern.

Echtzeit-Einblicke in Aushärteprozesse
Die Dielektrische Analyse ist die leistungsfähigste Messtechnik zur Untersuchung unsichtbarer In-Mold-Härtungs- und Vernetzungsprozesse von Duromeren.
Durch die Messung von Änderungen der dielektrischen Eigenschaften liefert DEA in Echtzeit Informationen über Viskosität, Gelpunkt und Aushärteverhalten – entscheidende Parameter für die Qualität und Performance von Bauteilen.
Medien und Schulung
Anwendungsliteratur zu DEA
Blogartikel zur NETZSCH DEA
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