Q: Silikongummi

EM

Elastomere

Allgemeine Eigenschaften

Kurzer Name: Q

Bezeichnung: Silikongummi


Hydrierter Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (HNBR) ist ein gesättigtes (oder nur leicht ungesättigtes) Copolymer aus Acrylnitril und Butadien und wird durch selektive Hydrierung der Butadiengruppen von NBR gewonnen. Aufgrund der geringeren Anzahl von Doppelbindungen ist er wesentlich inerter als NBR.

Strukturformel

Einfaches schwarzes Symbol eines Vergrößerungsglases. Repräsentiert Analyse-, Test- oder Suchfunktionen. Ideal für technische oder Forschungskontexte.

Eigenschaften

GlasübergangstemperaturDer Glasübergang gilt als eine der wichtigsten Eigenschaften amorpher und teilkristalliner Materialien, wie z.B. anorganische Gläser, amorphe Metalle, Polymere, Pharmazeutika und Lebensmittel, usw., und bezeichnet den Temperaturbereich, in dem sich die mechanischen Eigenschaften des Material von einem harten und spröden Zustand in einen weicheren, verformbaren oder gummiartigen Zustand ändern.Glasübergangstemperatur-135 bis -120 °C
Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelztemperatur-50 bis -40 °C
Schmelz-Enthalpie35 J/g
Zersetzungstemperatur530 bis 600 °C
Elastizitätsmodul1 bis 10 MPa
Koeffizient der linearen thermischen Ausdehnung190 bis 255 *10-6/K
Spezifische Wärmekapazität (cp)Die spezifische Wärmekapazität oder Wärmekapazität ist eine messbare physikalische Größe, die dem Verhältnis der einem Objekt zugeführten Wärme zur resultierenden Temperaturänderung entspricht.Spezifische Wärmekapazität1,3 bis 1,5 J/(g*K)
WärmeleitfähigkeitDie Wärmeleitfähigkeit (λ mit der Einheit W/(m•K)) beschreibt den Transport von Energie - in Form von Wärme - durch einen Körper aufgrund eines Temperaturgefälles.Wärmeleitfähigkeit0,22 W/(m*K)
DichteDie Massen-Dichte ist definiert als Verhältnis zwischen Masse und Volumen.Dichte1,25 g/cm³
MorphologieTeilkristalliner Gummi
Allgemeine EigenschaftenGute Alterungs-, Ozon- und Witterungsbeständigkeit. Gute elektrische Isolationseigenschaften. Gute Kälteflexibilität
VerarbeitungVernetzung meist mittels Peroxiden
AnwendungenElektroindustrie (z. B. Isolierung elektrischer Kabel). Flugzeugindustrie (z.B. Dichtungen für Fenster und Kabinentüren in Flugzeugen). Zubehör für den Instrumenten- und Apparatebau (z. B. O-Ringe)

NETZSCH Messung

Differential Scanning Calorimetry (DSC)-Diagramm mit zwei Heizzyklen, das Temperaturübergänge und Wärmeflussmessungen zeigt.
Probenmasse12,81 mg
Heizraten10 K/min
TiegelAl, gelochter Deckel
AtmosphäreN2 (40 ml/min)

Bewertung

Der amorphe Anteil des Silikonkautschuks (Q) weist eine sehr niedrige Glasübergangstemperatur von -120 °C auf (Mittelwert, zweite Aufheizung, rot). Der kristalline Anteil zeigt einen scharfen Schmelzübergang mit einer Spitzentemperatur von -45 °C (beide Aufheizungen). Der festgestellte Glasübergang mit Stufenhöhen (Δcp) von 0,08 J/(g*K), selbst im zweiten Aufheizen nach einer kontrollierten Abkühlung mit 10 K/min, deutet auf einen relativ hohen amorphen Anteil hin. Hochkristalline Silikonkautschuke müssen oft abgeschreckt (sehr schnell abgekühlt) werden, um den Glasübergangsstufensprung sichtbar zu machen. Aufgrund des sehr niedrigen Glasübergangs (-120 °C) wird empfohlen, eine Starttemperatur zu wählen, die ca. 45 °C bis 50 °C unterhalb der Glasübergangstemperatur liegt, d. h. in diesem Fall bei -165 °C.

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