Allgemeine Eigenschaften
Kurzer Name: EP
Bezeichnung: Epoxidharz
Epoxidharze (EP) unterliegen einer Polyadditionsvernetzungsreaktion, die keine small Moleküle freisetzt. Die Eigenschaften des Harzes sind stark von der Struktur, dem Vernetzungsgrad, der Art und Menge des Verstärkungsmaterials und dem Verarbeitungsverfahren abhängig.
Strukturformel

Eigenschaften
NETZSCH Messung

| Probenmasse | 13,22 mg |
| Heizraten | 10 K/min |
| Tiegel | Al, gelochter Deckel |
| Atmosphäre | N2 (40 ml/min) |
Auswertung
Als amorphes Polymer weist dieses Epoxidharz einen Glasübergang bei 77 °C (Mittelpunkt) mit einer spezifischen Wärmekapazität von 0,14 J/(g*K) in der ersten Aufheizung (blau) auf, gefolgt von einem exothermen Effekt (Spitzentemperatur 174 °C), der auf die Nachhärtung des Harzes zurückzuführen ist. Infolge der Nachhärtung verschiebt sich die Glasübergangstemperatur bei der zweiten Aufheizung (rot) auf 88 °C (Mittelpunkt). Die Stufenhöhe bleibt nahezu gleich. Da kein weiterer exothermer Effekt auftritt, kann davon ausgegangen werden, dass das Epoxidharz bei der ersten Aufheizung vollständig ausgehärtet wurde. Sowohl der exotherme Effekt als auch die Position (und Verschiebung) der Glasübergangstemperatur zu höheren Werten können als Hinweis auf den Aushärtungsgrad des Materials interpretiert werden.