methoden

Guarded Hot Plate (GHP)

basierend auf genormten Heizplattenverfahren, z. B. ISO 8302, ASTM C177 oder DIN EN 12667 

Die Guarded-Hot-Plate-Apparatur bestimmt die WärmeleitfähigkeitDie Wärmeleitfähigkeit (λ mit der Einheit W/(m•K)) beschreibt den Transport von Energie - in Form von Wärme - durch einen Körper aufgrund eines Temperaturgefälles.Wärmeleitfähigkeit von Isolationsprodukten.

Das GHP-Prinzip basiert auf einem absoluten Messverfahren und benötigt daher keine Kalibrierstandards. Es bietet optimale Genauigkeit im verfügbaren Temperaturbereich.

Die Heizplatte (hot plate) und die Schutzringheizung (guard heater) sind zwischen zwei Probekörpern des gleichen Materials mit annähernd gleicher Dicke (Δx) angeordnet. Typischerweise werden für die Messung zwei Probekörper bevorzugt, es kann jedoch auch nur eine Probe verwendet werden.

Oberhalb und unterhalb der Probekörper befinden sich zusätzliche Heizer (kalte Platten). Diese werden so beheizt, dass sich eine genau definierte, vom Anwender wählbare Temperaturdifferenz (ΔT) zwischen den heißen und kalten Platten und damit über die gesamte Probendicke einstellt.

Ist der Gleichgewichtszustand erreicht, kann der Leistungseingang in die heiße Platte mit der Fläche A gemessen werden.

Die GHP Methode

Der große Vorteil der GHP-Methode ist es, dass es sich um eine absolute Methode handelt, d.h. es ist keine Kalibrierung oder Korrektur erforderlich. Die Wärmeleitfähigkeits-Messwerte im stationären Zustand ergeben sich einfach aus: 

  • der gemessenen Heizleistung Q,
  • der mittleren Probendicke d,
  • der Messfläche A und
  • und dem definierten und gemessenen mittleren Temperaturgradienten ΔT, entlang der Probe bzw. den beiden Probekörpern (der Faktor 2 ergibt sich für 2 Proben)

Damit erhält l die Einheit [W/(m×k)]. Verschiedene Normen, z.B. ISO 8302, ASTM C177 or DIN EN 12667 usw., beschreiben die GHP-Methode.

NETZSCH GHP Systems