Allgemeine Eigenschaften
Kurzer Name: PP (isotaktisch)
Name: Polypropylen
Chemische Formel: (C3H6)n
Polyproyplen (PP) gehört zur Gruppe der Polyolefine. Es hat einen Anteil von ca. 20% an der weltweiten Kunststoffproduktion und ist damit das zweitwichtigste Polymer nach PE. Seine Taktizität (isotaktisch, syndiotaktisch und ataktisch) ist abhängig von den Polymerisationsbedingungen.
Polypropylen ist unpolar und kann ohne Vorbehandlung (Aktivierung) nicht verklebt oder lackiert werden. Es gibt eine Vielzahl von Derivaten des klassischen PP-Homopolymers. Die meisten der erhältlichen PP-Typen sind mit PE copolymerisiert, um die GlasübergangstemperaturDer Glasübergang gilt als eine der wichtigsten Eigenschaften amorpher und teilkristalliner Materialien, wie z.B. anorganische Gläser, amorphe Metalle, Polymere, Pharmazeutika und Lebensmittel, usw., und bezeichnet den Temperaturbereich, in dem sich die mechanischen Eigenschaften des Material von einem harten und spröden Zustand in einen weicheren, verformbaren oder gummiartigen Zustand ändern.Glasübergangstemperatur zu senken und die Schlagzähigkeit im Tieftemperaturbereich zu verbessern. PP wird mit Additiven, Füllstoffen oder anderen Polymeren zu einer Vielzahl von PP-Compounds verarbeitet, die ein breites Spektrum an Eigenschaften abdecken.
Strukturformel

Eigenschaften
NETZSCH Messung

| Probenmasse | 5,67 mg |
| Heizraten | 10 K/min |
| Tiegel | Al, gelochter Deckel |
| Atmosphäre | N2 (40 ml/min) |
Auswertung
Für handelsübliche teilkristalline PP-Typen ist eine Schmelztemperatur (dargestellt durch die Spitzentemperatur) von ca. 160 °C bis 165 °C typisch. Dies stimmt gut mit dem vorliegenden Fall überein, in dem bei der ersten Aufheizung (blau) und bei der zweiten Aufheizung (rot) Spitzentemperaturen von 168 °C bzw. 164 °C mit entsprechenden Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelzenthalpien von 94 J/g (erste Aufheizung) und 112 J/g (zweite Aufheizung) beobachtet wurden. Die niedrigere Schmelztemperatur bei der zweiten Aufheizung kann auf den besseren Kontakt zwischen Probe und Tiegelboden nach dem ersten Schmelzen (bei der ersten Aufheizung) zurückgeführt werden. Der Unterschied in der Schmelzwärme resultiert aus den unterschiedlichen Abkühlungsbedingungen bei der Herstellung oder Verarbeitung des Polymers und bei der Messung (Abkühlungsrate: 10 K/min). Die Glasübergangsstufe für PP liegt normalerweise zwischen -20 °C und +20 °C. Im vorliegenden Beispiel lag sie bei -8 °C (zweiten Aufheizung). Bei der ersten Aufheizung war der Glasübergang kaum zu erkennen.