PP (isotaktisch): Polypropylen

CTP

Standard-Thermoplaste

Allgemeine Eigenschaften

Kurzer Name: PP (isotaktisch)

Name: Polypropylen

Chemische Formel: (C3H6)n


Polyproyplen (PP) gehört zur Gruppe der Polyolefine. Es hat einen Anteil von ca. 20% an der weltweiten Kunststoffproduktion und ist damit das zweitwichtigste Polymer nach PE. Seine Taktizität (isotaktisch, syndiotaktisch und ataktisch) ist abhängig von den Polymerisationsbedingungen.
Polypropylen ist unpolar und kann ohne Vorbehandlung (Aktivierung) nicht verklebt oder lackiert werden. Es gibt eine Vielzahl von Derivaten des klassischen PP-Homopolymers. Die meisten der erhältlichen PP-Typen sind mit PE copolymerisiert, um die GlasübergangstemperaturDer Glasübergang gilt als eine der wichtigsten Eigenschaften amorpher und teilkristalliner Materialien, wie z.B. anorganische Gläser, amorphe Metalle, Polymere, Pharmazeutika und Lebensmittel, usw., und bezeichnet den Temperaturbereich, in dem sich die mechanischen Eigenschaften des Material von einem harten und spröden Zustand in einen weicheren, verformbaren oder gummiartigen Zustand ändern.Glasübergangstemperatur zu senken und die Schlagzähigkeit im Tieftemperaturbereich zu verbessern. PP wird mit Additiven, Füllstoffen oder anderen Polymeren zu einer Vielzahl von PP-Compounds verarbeitet, die ein breites Spektrum an Eigenschaften abdecken.

Strukturformel

Abstrakte Schwarz-Weiß-Grafik mit miteinander verbundenen Linien und Kreisen, die Datenanalyse und Testkonzepte darstellen.

Eigenschaften

Glasübergangstemperatur-20 bis 20 °C
Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelztemperatur160 bis 165 °C
Schmelz-Enthalpie207 bis 209 J/g
Zersetzungstemperatur450 bis 470 °C
Elastizitätsmodul1300 bis 1800 MPa
Koeffizient der linearen thermischen Ausdehnung130 bis 180 *10-6/K
Spezifische Wärmekapazität (cp)Die spezifische Wärmekapazität oder Wärmekapazität ist eine messbare physikalische Größe, die dem Verhältnis der einem Objekt zugeführten Wärme zur resultierenden Temperaturänderung entspricht.Spezifische Wärmekapazität1,8 J/(g*K)
WärmeleitfähigkeitDie Wärmeleitfähigkeit (λ mit der Einheit W/(m•K)) beschreibt den Transport von Energie - in Form von Wärme - durch einen Körper aufgrund eines Temperaturgefälles.Wärmeleitfähigkeit0,17 bis 0,25 W/(m*K)
DichteDie Massen-Dichte ist definiert als Verhältnis zwischen Masse und Volumen.Dichte0,90 bis 0,91 g/cm³
MorphologieTeilkristalliner Thermoplast
KennzeichnungWeißes Granulat
Allgemeine EigenschaftenLeicht zu verarbeiten, gute Kombination von Steifigkeit und Zähigkeit, gute chemische Beständigkeit, hohe Spannungskorrosionsbeständigkeit, hoher elektrischer Widerstand, bessere Stabilität, Härte und Steifigkeit als PE
VerarbeitungSpritzgießen, Extrusion, Tiefziehen
AnwendungenLebensmittelbehälter, Verpackungen, Automobiltechnik, Sportgeräte, Textilien, Spielzeug, Bauindustrie
ModifikationenCo-Po mit PE, Mischungen mit Gummi, Mineralien, Verstärkung, eingefärbt
HerstellerLyondellbaseel, Borealis, DOW, Exxon, Sabic

NETZSCH Messung

Differential Scanning Calorimetry (DSC)-Diagramm, das thermische Ereignisse mit Erhitzungsspitzen bei 164°C und 167,9°C zeigt und die Energieänderungen hervorhebt.
Probenmasse5,67 mg
Heizraten10 K/min
TiegelAl, gelochter Deckel
AtmosphäreN2 (40 ml/min)

Auswertung

Für handelsübliche teilkristalline PP-Typen ist eine Schmelztemperatur (dargestellt durch die Spitzentemperatur) von ca. 160 °C bis 165 °C typisch. Dies stimmt gut mit dem vorliegenden Fall überein, in dem bei der ersten Aufheizung (blau) und bei der zweiten Aufheizung (rot) Spitzentemperaturen von 168 °C bzw. 164 °C mit entsprechenden Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelzenthalpien von 94 J/g (erste Aufheizung) und 112 J/g (zweite Aufheizung) beobachtet wurden. Die niedrigere Schmelztemperatur bei der zweiten Aufheizung kann auf den besseren Kontakt zwischen Probe und Tiegelboden nach dem ersten Schmelzen (bei der ersten Aufheizung) zurückgeführt werden. Der Unterschied in der Schmelzwärme resultiert aus den unterschiedlichen Abkühlungsbedingungen bei der Herstellung oder Verarbeitung des Polymers und bei der Messung (Abkühlungsrate: 10 K/min). Die Glasübergangsstufe für PP liegt normalerweise zwischen -20 °C und +20 °C. Im vorliegenden Beispiel lag sie bei -8 °C (zweiten Aufheizung). Bei der ersten Aufheizung war der Glasübergang kaum zu erkennen.

AI Overview
An error occurred. Please try again.