Allgemeine Eigenschaften
Kurzer Name: SBR
Bezeichnung: Styrol-Butadien-Kautschuk
Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR), der aus 1,3-Butadien und Styrol hergestellt wird, ist der am häufigsten verwendete synthetische Kautschuk. Er enthält in der Regel 23,5 % Styrol und 76,5 % Butadien. Der Kautschuk zeigt mit steigendem Styrolgehalt zunehmende thermoplastische Eigenschaften und bleibt dennoch härtbar. Mit 1,3-Butadien als Co-Monomer tritt auch cis-trans-Isomerie auf.
Strukturformel

Eigenschaften
NETZSCH Messung

| Probenmasse | 13,10 mg |
| Heizraten | 10 K/min |
| Tiegel | Al, gelochter Deckel |
| Atmosphäre | N2 (40 ml/min) |
Bewertung
In der DSC-Kurve der ersten Aufheizung (blau) zeigt SBR einen Glasübergang bei -45 °C (Mittelpunkt) sowie einen breiten, komplexen Schmelzübergang (mit Spitzentemperaturen bei 19 °C und 58 °C und einer Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelzenthalpie von ca. 6 J/g), der durch das Schmelzen von Additiven und einen exothermen Effekt verursacht wird (Spitzentemperatur: 168 °C, Enthalpie: ca. 10 J/g), der auf die Nachvulkanisation zurückgeführt werden kann. Dieser exotherme Effekt fehlt beim zweiten Aufheizen (rot) nach kontrolliertem Abkühlen, was darauf hindeutet, dass die Vulkanisation beim ersten Aufheizen abgeschlossen wurde. Infolgedessen verschiebt sich die Tg im zweiten Aufheizvorgang auf eine etwas höhere Temperatur (Mittelpunkt bei -44 °C im Vergleich zu -45 °C im ersten Aufheizvorgang). Die Stufenhöhe (Δcp) von ca. 0,5 J/(g·K) blieb nahezu unverändert. Dieser geringe Einfluss der Nachvernetzung auf Temperatur und Höhe der Glasübergangsstufe ist typisch für Elastomere. In der DSC-Kurve des zweiten Aufheizens ist zudem ein Schmelzübergang aufgrund von Additiven mit Spitzentemperaturen von 23 °C und 34 °C und einer Enthalpie von ca. 4 J/g zu erkennen.