PA6.12: Polyamid 6.12

ETP

Technische Thermoplaste

Allgemeine Eigenschaften

Kurzer Name: PA6.12

Bezeichnung: Polyamid 6.12


Polyamid 6.12 (PA6.12) wird durch eine Polykondensation der Monomere Hexamethylendiamin und Dodecandisäure hergestellt. 

Strukturformel

Eine Lupe, die Text hervorhebt und Analyse- und Prüfkonzepte in einem professionellen Kontext darstellt.

Eigenschaften

GlasübergangstemperaturDer Glasübergang gilt als eine der wichtigsten Eigenschaften amorpher und teilkristalliner Materialien, wie z.B. anorganische Gläser, amorphe Metalle, Polymere, Pharmazeutika und Lebensmittel, usw., und bezeichnet den Temperaturbereich, in dem sich die mechanischen Eigenschaften des Material von einem harten und spröden Zustand in einen weicheren, verformbaren oder gummiartigen Zustand ändern.Glasübergangstemperatur40 bis 65 °C
Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelztemperatur210 bis 220 °C
Schmelz-Enthalpie-
Zersetzungstemperatur450 bis 465 °C
Elastizitätsmodul2100 bis 2250 MPa
Koeffizient der linearen thermischen Ausdehnung120 bis 130 *10-6/K
Spezifische Wärmekapazität (cp)Die spezifische Wärmekapazität oder Wärmekapazität ist eine messbare physikalische Größe, die dem Verhältnis der einem Objekt zugeführten Wärme zur resultierenden Temperaturänderung entspricht.Spezifische Wärmekapazität1,91 J/(g*K)
WärmeleitfähigkeitDie Wärmeleitfähigkeit (λ mit der Einheit W/(m•K)) beschreibt den Transport von Energie - in Form von Wärme - durch einen Körper aufgrund eines Temperaturgefälles.Wärmeleitfähigkeit-
DichteDie Massen-Dichte ist definiert als Verhältnis zwischen Masse und Volumen.Dichte1,06 g/cm³
MorphologieTeilkristalliner Thermoplast
Allgemeine EigenschaftenHohe Zähigkeit. Sehr gute Beständigkeit gegen Fette, Öle, Kraftstoffe. Sehr gute Spannungsrissbeständigkeit. Niedriger Gleitreibungskoeffizient. Hohe Abriebfestigkeit
VerarbeitungSpritzgießen
AnwendungenFahrzeugbau. Haushaltsartikel, z.B. Zahnbürsten. Kunststoff-Kautschuk-Verbunde, z. B. für Gehäusedeckel mit Dichtungen

NETZSCH Messung

Differential-Scanning-Kalorimetrie (DSC)-Diagramm mit Darstellung der thermischen Übergänge, einschließlich Schmelzpunkte und Wärmeflussdaten.
Probenmasse8,66 mg
Heizraten10 K/min
TiegelAl, gelochter Deckel
AtmosphäreN2 (50 ml/min)

Auswertung

Im zweiten Aufheizvorgang (rot) dieses Beispiels ist ein breiter, stark strukturierter endothermer Schmelzübergang mit einem markanten Vorpeak bei 202 °C und einer zusätzlichen Schulter bei 173 °C (Peaktemperaturen) zu erkennen. Die Temperatur des Haupteffekts (ebenfalls Peaktemperatur) lag bei 217 °C. Die gesamte Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelzenthalpie betrug ca. 75 J/g. Der Glasübergang in der zweiten Aufheizung hatte eine Mitteltemperatur von 40 °C, was am unteren Ende der Glasübergangstemperatur für diese Materialien liegt. In der ersten Aufheizung (blau) lag der Tg-Mittelwert etwa 2 K tiefer und wurde von einem großen Relaxationspeak überlagert.

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