PA11: Polyamid 11

ETP

Technische Thermoplaste

Allgemeine Eigenschaften

Kurzer Name: PA11

Bezeichnung: Polyamid 11


Polyamid 11, oft auch als Nylon 11 bezeichnet, gehört zur Gruppe der linearen aliphatischen Polymere mit regelmäßig wiederkehrenden Carbonamidgruppen -CO-NH- entlang der Hauptkette. Bei allen Polyamiden, die sich von Amino-Kohlenstoffsäuren des Typs H2N-(CH2)x-COOH oder den entsprechenden Lactamen ableiten können, bezieht sich die zugehörige Zahl Z (hier 11) auf die Anzahl der Kohlenstoffatome im Monomer (Z = x+1, siehe Strukturformel).

Strukturformel

Stilisierte Grafik mit einem Vergrößerungsglas über einem Diagramm, das Analyse und Tests in englischsprachigen Kontexten symbolisiert.

Eigenschaften

GlasübergangstemperaturDer Glasübergang gilt als eine der wichtigsten Eigenschaften amorpher und teilkristalliner Materialien, wie z.B. anorganische Gläser, amorphe Metalle, Polymere, Pharmazeutika und Lebensmittel, usw., und bezeichnet den Temperaturbereich, in dem sich die mechanischen Eigenschaften des Material von einem harten und spröden Zustand in einen weicheren, verformbaren oder gummiartigen Zustand ändern.Glasübergangstemperatur40 bis 55 °C
Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelztemperatur180 bis 190 °C
Schmelz-Enthalpie224 J/g
Zersetzungstemperatur430 bis 455 °C
Elastizitätsmodul1400 MPa
Koeffizient der linearen thermischen Ausdehnung85 bis 120 *10-6/K
Spezifische Wärmekapazität (cp)Die spezifische Wärmekapazität oder Wärmekapazität ist eine messbare physikalische Größe, die dem Verhältnis der einem Objekt zugeführten Wärme zur resultierenden Temperaturänderung entspricht.Spezifische Wärmekapazität1,26 J/(g*K)
WärmeleitfähigkeitDie Wärmeleitfähigkeit (λ mit der Einheit W/(m•K)) beschreibt den Transport von Energie - in Form von Wärme - durch einen Körper aufgrund eines Temperaturgefälles.Wärmeleitfähigkeit0,23 bis 0,28 W/(m*K)
DichteDie Massen-Dichte ist definiert als Verhältnis zwischen Masse und Volumen.Dichte1,03 bis 1,05 g/cm³
MorphologieTeilkristalliner Thermoplast
Allgemeine EigenschaftenGute Kombination aus Stabilität, Zähigkeit und Härte. Hohe Alterungsbeständigkeit. Gute chemische Beständigkeit. Geringe Wasseraufnahme im Vergleich zu anderen Polyamidtypen
VerarbeitungExtrusion
AnwendungenTransport, Verpackung, Schläuche und Folien, Medizin, Elektro- und Elektronikindustrie

NETZSCH Messung

Differential-Scanning-Kalorimetrie (DSC)-Diagramm zur Veranschaulichung der thermischen Analyse mit erster und zweiter Heizkurve für die Probenanalyse.
Probenmasse11,29 mg
Aufheizrate10 K/min
TiegelAl, gelochter Deckel
AtmosphäreN2 (40 ml/min)

Auswertung

Polyamide können Feuchtigkeit aufnehmen. Dies beeinflusst die Lage des Glasübergangs aufgrund der plastifizierenden Eigenschaften von Wasser. In den oben dargestellten Messkurven ist beim ersten Aufheizen (blau) bei 82 °C ein kleiner Peak zu erkennen, der wahrscheinlich auf die Verdunstung von Wasser zurückzuführen ist. Infolgedessen steigt die GlasübergangstemperaturDer Glasübergang gilt als eine der wichtigsten Eigenschaften amorpher und teilkristalliner Materialien, wie z.B. anorganische Gläser, amorphe Metalle, Polymere, Pharmazeutika und Lebensmittel, usw., und bezeichnet den Temperaturbereich, in dem sich die mechanischen Eigenschaften des Material von einem harten und spröden Zustand in einen weicheren, verformbaren oder gummiartigen Zustand ändern.Glasübergangstemperatur von 51 °C beim ersten Aufheizen (blau, Mittelpunkt) auf 53 °C beim zweiten Aufheizen (rot, ebenfalls Mittelpunkt). Das endotherme Schmelzen des teilkristallinen Polymers erfolgt beim zweiten Aufheizen bei 184 °C (Spitzentemperatur) mit einer Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelzenthalpie von 52 J/g.

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