Allgemeine Eigenschaften
Kurzer Name: PET
Bezeichnung: Polyethylenterephthalat
Polyethylenterephthalat ist ein teilkristallines Polymer; sein teilkristalliner Zustand wird manchmal als PET-C oder C-PET und sein amorpher Zustand als PET-A oder A-PET bezeichnet. Amorphes PET wird hauptsächlich für Getränkeflaschen verwendet, da es sich durch eine hohe Transparenz und Bruchsicherheit auszeichnet. Für die Verwendung als Baumaterial kann ein hoher Kristallinitätsgrad vorteilhaft sein, da dadurch eine Schrumpfung der Komponenten durch Nachkristallisation verhindert wird
Strukturformel

Eigenschaften
NETZSCH Messung

| Probenmasse | 8,43 mg |
| Heizraten | 10 K/min |
| Tiegel | Al, gelochter Deckel |
| Atmosphäre | N2 (50 ml/min) |
Auswertung
Polyethylenterephthalat (PET) veranschaulicht, wie das Verhältnis von amorphen und kristallinen Phasen in einer Probe durch unterschiedliche Abkühlgeschwindigkeiten beeinflusst werden kann. Während der Herstellung wird das Material sehr schnell abgekühlt, was zu einem hohen amorphen Anteil führt. Dies zeigt sich im ersten Aufheizvorgang (blau) anhand des großen Glasübergangs (Δcp von 0,34 J/(g·K)) und der anschließenden Kalt- oder Nachkristallisation bei 137 °C (Spitzentemperatur).
Die Nachkristallisation geht im Allgemeinen mit einer Volumenänderung (Schrumpfung) einher. Bei 251 °C (erste Aufheizung, blau) schmelzen alle kristallinen Phasen.
Nach einer kontrollierten Abkühlung mit 10 K/min war der amorphe Anteil des Polymers deutlich geringer als zuvor. Aus diesem Grund wurde die Höhe der Glasübergangsstufe beim zweiten Aufheizen (rot) verringert und die Nachkristallisation fast vollständig eliminiert. Die Schmelztemperatur beim zweiten Aufheizen (Spitzentemperatur) lag bei 249 °C. Der Unterschied zwischen den Spitzentemperaturen des ersten und zweiten Aufheizens ist auf den besseren Kontakt zwischen der Probe und dem Tiegelboden nach dem ersten Schmelzvorgang zurückzuführen.