POM (Copo): Polyoxymethylen (Copolymer)

ETP

Technische Thermoplaste

Allgemeine Eigenschaften

Kurzer Name: POM (copo)

Name: Polyoxymethylen (Copolymer)


Im Gegensatz zum Homopolymer wird das POM-Copolymer, auch POM-C genannt, durch Copolymerisation von Trioxan und 1,4-Dioxan gebildet. Die Eigenschaften von POM-H und POM-C sind ähnlich; die beiden Polymere unterscheiden sich jedoch in Eigenschaften wie Schlagzähigkeit, chemische Beständigkeit (POM-C ist widerstandsfähiger), Härte und Festigkeit (POM-H ist stabiler). Außerdem hat POM-C eine niedrigere Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelztemperatur als POM-H.

Strukturformel

Abstraktes Design mit schwarzen Tintenklecksen, das Kreativität und Kunst für Designprojekte oder Brandingzwecke vermittelt.

Eigenschaften

GlasübergangstemperaturDer Glasübergang gilt als eine der wichtigsten Eigenschaften amorpher und teilkristalliner Materialien, wie z.B. anorganische Gläser, amorphe Metalle, Polymere, Pharmazeutika und Lebensmittel, usw., und bezeichnet den Temperaturbereich, in dem sich die mechanischen Eigenschaften des Material von einem harten und spröden Zustand in einen weicheren, verformbaren oder gummiartigen Zustand ändern.Glasübergangstemperatur-75 bis -60 °C
Schmelztemperatur140 bis 175 °C
Schmelz-Enthalpie181 bis 220 J/g
Zersetzungstemperatur385 bis 400 °C
Elastizitätsmodul2600 bis 3200 MPa
Koeffizient der linearen thermischen Ausdehnung110 bis 150 *10-6/K
Spezifische Wärmekapazität (cp)Die spezifische Wärmekapazität oder Wärmekapazität ist eine messbare physikalische Größe, die dem Verhältnis der einem Objekt zugeführten Wärme zur resultierenden Temperaturänderung entspricht.Spezifische Wärmekapazität1,48 bis 1,50 J/(g*K)
WärmeleitfähigkeitDie Wärmeleitfähigkeit (λ mit der Einheit W/(m•K)) beschreibt den Transport von Energie - in Form von Wärme - durch einen Körper aufgrund eines Temperaturgefälles.Wärmeleitfähigkeit0,23 bis 0,31 W/(m*K)
DichteDie Massen-Dichte ist definiert als Verhältnis zwischen Masse und Volumen.Dichte1,39 bis 1,43 g/cm³
MorphologieTeilkristallines Polymer
Allgemeine EigenschaftenGute Steifigkeit, Zähigkeit und Stabilität. Geringe Feuchtigkeitsaufnahme. Gute Formbeständigkeit. Gute elektrische Isolationseigenschaften. Gute Beständigkeit gegen KriechenKriechen beschreibt eine zeit- und temperaturabhängige plastische Verformung von Werkstoffen unter konstanter Kraft. Wird eine konstante Kraft z.B. auf eine Kautschukmischung aufgebracht, hat die die anfängliche Deformation, die durch diese Kraft erhalten wird, keinen festgelegten Wert.Kriechen und Ermüdung. Gute Gleiteigenschaften
VerarbeitungSpritzgießen, Extrusion
AnwendungenAutoindustrie. Instrumenten- und Apparatebau. Elektrische/elektronische Industrie Medizintechnik. Haushaltswaren. Lebensmitteltechnik

NETZSCH Messung

Differential Scanning Calorimetry (DSC)-Diagramm, das thermische Übergänge mit deutlichen Erwärmungsspitzen bei 168,1°C und 169,8°C zeigt.
Probenmasse10,55 mg
Heizraten10 K/min
TiegelAl, gelochter Deckel
AtmosphäreN2 (40 ml/min)

Auswertung

Als teilkristallines Polymer weist POM-C einen Glasübergang bei -71 °C (beide Aufheizvorgänge, Mittelwerte) mit Sprunghöhen (Δcp) von 0,09 J/(g·K) und Schmelzspitzentemperaturen von 170 °C (erster Aufheizvorgang, blau) und 168 °C (zweiter Aufheizvorgang, rot) auf. Der Unterschied bei den Schmelztemperaturwerten ist auf den besseren Kontakt zwischen der Probe und dem Tiegelboden nach dem ersten Schmelzen des Materials zurückzuführen. Die Spitzentemperatur (zweite Aufheizung, 168 °C) von POM-C liegt 13 K unter der von POM-H, und die Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelzenthalpie unterscheidet sich um ca. 9 % (178 J/g für POM-C, 195 J/g für POM-H). Es besteht jedoch kein linearer Zusammenhang zwischen diesen Ergebnissen und den tatsächlichen Kristallinitätsgraden der vorliegenden Proben, da die Literaturwerte für die Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelzenthalpien bei einer Kristallinität von 100 % (316 bis 335 J/g für POM (Homo) und 181 bis 192 J/g für POM (Copo)) stark abweichen.

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