Allgemeine Eigenschaften
Kurzer Name: POM (homo)
Name: Polyoxymethylen (Homopolymer)
Polyoxymethylen, auch POM-H genannt, gehört zu den klassischen technischen Kunststoffen. Es hat eine large lineare Struktur und wird meist aus Formaldehyd durch Polmyerisierung hergestellt. POM ist als Homopolymer meist hochkristallin; der Kristallinitätsgrad liegt typischerweise zwischen ca. 64% und 77%.
Strukturformel

Eigenschaften
NETZSCH Messung

| Probenmasse | 10,88 mg |
| Heizraten | 10 K/min |
| Tiegel | Al, gelochter Deckel |
| Atmosphäre | N2 (40 ml/min) |
Auswertung
Der hohe Kristallinitätsgrad von POM-H spiegelt sich in der obigen DSC-Kurve wider. Diese wird von einem ausgeprägten Schmelzeffekt bei 183 °C (erste Aufheizung, blau, Spitzentemperatur) und 181 °C (zweite Aufheizung, rot, ebenfalls Spitzentemperatur) sowie einer recht kleinen Glasübergangsstufe bei -77 °C (Mittelpunkt) dominiert. Die Höhe der Glasübergangsstufe Δcp ist ein Maß für den amorphen Anteil im Material, während die Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelzenthalpie (hier 195 J/g bei der zweiten Aufheizung) mit dem kristallinen Anteil zusammenhängt (in diesem Fall 62 % – basierend auf einer theoretischen Enthalpie eines zu 100 % kristallinen Materials von 316 J/g); je größer die Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelzenthalpie, desto größer der Kristallanteil. Bei teilkristallinen Polymeren sind die Größe der Glasübergangsstufe und die Höhe der Schmelzenthalpie umgekehrt proportional (d. h., wenn die Schmelzwärme zunimmt, wird die Glasübergangsstufe kleiner und umgekehrt).