PVAL: Polyvinylalkohol

CTP

Standard-Thermoplaste

Allgemeine Eigenschaften

Kurzer Name: PVAL

Bezeichnung: Polyvinylalkohol


Polyvinylalkohol (PVAL) kann nicht durch Polymerisation, sondern nur durch Hydrolyse von Polyvinylestern, wie z. B. Polyvinylacetat, hergestellt werden. Der Kunststoff ist wasserlöslich und nimmt daher leicht Luftfeuchtigkeit auf. Die Schmelz- und Glasübergangstemperaturen hängen von verschiedenen Parametern wie dem Hydrolysegrad, der molaren Masse, der Verteilung der Acetylgruppen (statistisch oder in Blöcken) und dem Wassergehalt ab.

Strukturformel

Analysieren und Testen von Konzepten mit einem Kontakt-Link, mit Schwerpunkt auf Benutzer-Engagement und Anfrage in einem englischen Kontext.

Eigenschaften

GlasübergangstemperaturDer Glasübergang gilt als eine der wichtigsten Eigenschaften amorpher und teilkristalliner Materialien, wie z.B. anorganische Gläser, amorphe Metalle, Polymere, Pharmazeutika und Lebensmittel, usw., und bezeichnet den Temperaturbereich, in dem sich die mechanischen Eigenschaften des Material von einem harten und spröden Zustand in einen weicheren, verformbaren oder gummiartigen Zustand ändern.Glasübergangstemperatur70 bis 100 °C
Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelztemperatur220 bis 260 °C
Schmelz-Enthalpie156 J/g
Zersetzungstemperatur260 bis 320 / 420 bis 450 °C
Elastizitätsmodul-
Koeffizient der linearen thermischen Ausdehnung-
Spezifische Wärmekapazität (cp)Die spezifische Wärmekapazität oder Wärmekapazität ist eine messbare physikalische Größe, die dem Verhältnis der einem Objekt zugeführten Wärme zur resultierenden Temperaturänderung entspricht.Spezifische Wärmekapazität1,55 J/(g*K)
WärmeleitfähigkeitDie Wärmeleitfähigkeit (λ mit der Einheit W/(m•K)) beschreibt den Transport von Energie - in Form von Wärme - durch einen Körper aufgrund eines Temperaturgefälles.Wärmeleitfähigkeit-
DichteDie Massen-Dichte ist definiert als Verhältnis zwischen Masse und Volumen.Dichte1,21 g/cm³
MorphologieTeilkristalliner Thermoplast
Allgemeine EigenschaftenGute Wasserlöslichkeit, gute Beständigkeit gegen organische Lösungsmittel, gute Filmbildungseigenschaften, hohe Haftfestigkeit
VerarbeitungExtrusion
AnwendungenWasserlösliche Folien, Klebstoffe, Spielzeug (z.B. Bestandteil von Knetmasse), Textilien, Textilfasern, Medizintechnik, Pharmazie (z.B. Tablettenüberzüge).

NETZSCH Messung

Differential Scanning Calorimetry (DSC)-Diagramm, das den Wärmestrom (mW/mg) im Vergleich zur Temperatur (°C) für den ersten und zweiten Heizzyklus darstellt.
Probenmasse10,26 mg
Heizraten10 K/min
TiegelAl, gelochter Deckel
AtmosphäreN2 (50 ml/min)

Auswertung

Wasser hat plastifizierende Eigenschaften. Aus diesem Grund liegt die Glasübergangstemperatur beim ersten Aufheizen (blau) um 34 K deutlich niedriger als beim zweiten Aufheizen (rot). In direktem Zusammenhang damit steht der breite endotherme Effekt zwischen ca. 60 °C und 170 °C (erste Aufheizung) – er lässt sich auf die Verdunstung von Feuchtigkeit zurückführen. Durch die Verwendung von Aluminiumtiegeln mit gelochten Deckeln wurde während der ersten Erwärmung Wasser aus der Probe entfernt. Oberhalb von 150 °C und 170 °C zeigte PVAL einen Schmelzübergang mit Spitzentemperaturen von 229 °C (erste Aufheizung, blau) und 226 °C (zweite Aufheizung, rot). Die entsprechenden Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelzenthalpien betrugen ca. 78 J/g (erste Aufheizung) bzw. 75 J/g (zweite Aufheizung).

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