Allgemeine Eigenschaften
Kurzer Name: TPU
Bezeichnung: Thermoplastisches Urethan-Elastomer
Thermoplastische Elastomere (TPU) auf Urethanbasis werden durch die Polyaddition von Polyisocyanat mit Polyolen und so genannten Kettenverlängerern (niedermolekulare Diole) hergestellt. Es handelt sich um lineare Blockcopolymere, die harte und weiche Segmente enthalten. Nach ISO 18064* erfolgt eine Segmentierung der TPU-Gruppe entsprechend der Art der Kohlenwasserstoffkomponente (aromatisch oder aliphatisch) zwischen den Urethanbindungen der Hartblöcke und entsprechend der chemischen Bindung (Ether, Ester, Carbonat) innerhalb der Weichblöcke.
*DIN EN ISO 18064, Thermoplastische Elastomere - Nomenklatur und abgekürzte Begriffe.
Aufgrund der Vielfalt der vorhandenen Strukturen dieses thermoplastischen Elastomers wird keine spezifische chemische Struktur angegeben.
Eigenschaften
NETZSCH Messung

| Probenmasse | 11,82 mg |
| Heizraten | 10 K/min |
| Tiegel | Al, gelochter Deckel |
| Atmosphäre | N2 (40 ml/min) |
Auswertung
In der obigen Grafik ist die zweite Aufheizung eines TPU dargestellt. Neben einem Glasübergang bei -32 °C (Δcp 0,42 J/(g*K)), der das thermische Verhalten der weichen Segmente widerspiegelt, zeigt die DSC-Kurve einen breiten endothermen Effekt (Spitzentemperatur des Haupteffekts 167 °C, Schmelzwärme ca. 8 J/g), der auf das Schmelzen der harten Segmente zurückgeführt werden kann.