Allgemeine Eigenschaften
Kurzer Name: TPV
Bezeichnung: Thermoplastisches Elastomer auf Polyolefinbasis
TPVs sind nach ISO 18064* thermoplastische Kautschukvulkanisate, die aus einem thermoplastischen Polymer wie PP und einem Kautschuk, z.B. EPDM, bestehen, deren Aushärtung während des Mischens und Vermengens erfolgt. Der Kautschukanteil liegt meist bei ca. 60 bis 80 Gew.-%.
*DIN EN ISO 18064, Thermoplastische Elastomere - Nomenklatur und Abkürzungen.
Aufgrund der Vielfalt der vorhandenen Strukturen dieses thermoplastischen Elastomers wird keine spezifische chemische Struktur angegeben.
Eigenschaften
NETZSCH Messung

| Probenmasse | 12,08 mg |
| Heizraten | 10 K/min |
| Tiegel | Al, gelochter Deckel |
| Atmosphäre | N2 (40 ml/min) |
Auswertung
Aufgrund ihrer Zusammensetzung weisen TPVs sowohl einen Glasübergang durch ihre Elastomerkomponente als auch einen Schmelzübergang durch ihre thermoplastische Komponente auf. In diesem Beispiel zeigt die zweite Aufheizung (rot) einen Glasübergang bei -59 °C (Mittelpunkt), auf den unmittelbar ein endothermer Effekt mit einer Spitzentemperatur von -15 °C und einer Enthalpie von weniger als 10 J/g folgt. Beide können mit den weichen und harten Segmenten eines Gummis, wahrscheinlich EPDM, in Verbindung gebracht werden. Ein größerer endothermer Effekt mit einer Spitzentemperatur von 154 °C (Schmelzwärme 16 J/g) ist auf das Schmelzen der Olefin-Komponente zurückzuführen und ist charakteristisch für Polypropylen. Die DSC-Kurven der beiden Aufheizungen sind nahezu identisch.