Allgemeine Eigenschaften
Kurzer Name: TPC
Bezeichnung: Thermoplastisches Copolyester-Elastomer
Thermoplastische Copolyesterelastomere werden manchmal auch als thermoplastische Polyesterelastomere (TPE-E), thermoplastische Copolyester (TPC) oder Copolyesterelastomere (COPE) bezeichnet. Sie sind Blockcopolymere aus abwechselnd harten und weichen Segmenten mit Rückgrat aus Ether- und/oder Estergruppen - gemäß ISO 18064*.
*DIN EN ISO 18064, Thermoplastische Elastomere - Nomenklatur und abgekürzte Begriffe.
Aufgrund der Vielfalt der vorhandenen Strukturen dieses thermoplastischen Elastomers wird keine spezifische chemische Struktur angegeben.
Eigenschaften
NETZSCH Messung

| Probenmasse | 12,13 mg |
| Heizraten | 10 K/min |
| Tiegel | Al, gelochter Deckel |
| Atmosphäre | N2 (40 ml/min) |
Auswertung
Beim zweiten Aufheizen (rot) zeigt das Polymer zunächst einen Glasübergang bei 17 °C (Mittelpunkt, Δcp 0,17 J/(g*K)) und schließlich einen endothermen Schmelzeffekt (Spitzentemperatur 219 °C, Schmelzwärme 38 J/g), dem unmittelbar eine exotherme Nachkristallisation (bei 203 °C mit einer Enthalpie von 0,4 J/g) vorausgeht. Die Spitzentemperatur des Schmelzeffekts ist mit 219 °C bei der zweiten Aufheizung ca. 2 K niedriger als bei der ersten Aufheizung (blau), was auf den besseren Kontakt zwischen Probe und Tiegelboden nach dem ersten Schmelzen zurückzuführen ist. Dem endothermen Peak bei 221 °C in der ersten Aufheizung (blau) geht ebenfalls eine small Nachkristallisation bei 192 °C voraus (siehe Vergrößerung). Der Glasübergang bei 17 °C (Mittelpunkt) steht in guter Korrelation mit dem Verhalten bei der zweiten Zusätzlich kann ein endothermer Effekt bei 73 °C in der ersten Aufheizung (blau) beobachtet werden, der auf das Schmelzen eines Additivs zurückgeführt werden kann, das nach dem ersten Schmelzen besser in der Matrix verteilt ist.