Allgemeine Eigenschaften
Kurzer Name: TPA
Bezeichnung: Thermoplastisches Polyamid-Elastomer
Thermoplastische Elastomere auf Polyamidbasis (TPAs) gehören zu den Copolymeren mit abwechselnder Abfolge von Hart- und Weichsegmenten. Der Block der Hartsegmente weist Amidbindungen auf, die Weichsegmente Ether- oder Esterbindungen.
Eigenschaften
NETZSCH Messung

| Probenmasse | 11,70 mg |
| Heizraten | 10 K/min |
| Tiegel | Al, gelochter Deckel |
| Atmosphäre | N2 (40 ml/min) |
Auswertung
Bei der ersten Aufheizung (blau) zeigt dieses TPA-Beispiel einen Glasübergang bei -60 °C (Mittelpunkt) mit einer Sprunghöhe Δcp von 0,40 J/(g·K). Nach einem breiten, aber flachen exothermen Effekt mit einer Spitzentemperatur von 32 °C (wahrscheinlich eine geringe Nachkristallisation (Kaltkristallisation)Bei der Nachkristallisation handelt es sich um eine Veränderung der physikalischen Struktur, die zur Erhöhung des Kristallisationsgrades und der Lamellendicke sowie zur Vervollkommnung der Kristallstruktur führt.Kaltkristallisation) trat im Temperaturbereich zwischen ca. 80 °C und 170 °C ein Schmelzen der harten Segmente auf (mit einem Hauptpeak bei 153 °C und einer vorangehenden Schulter bei 121 °C). Bei der zweiten Aufheizung (rot) ist kein exothermer Effekt mehr zu erkennen. Sowohl der Glasübergang als auch der endotherme Schmelzbereich blieben erhalten. Die GlasübergangstemperaturDer Glasübergang gilt als eine der wichtigsten Eigenschaften amorpher und teilkristalliner Materialien, wie z.B. anorganische Gläser, amorphe Metalle, Polymere, Pharmazeutika und Lebensmittel, usw., und bezeichnet den Temperaturbereich, in dem sich die mechanischen Eigenschaften des Material von einem harten und spröden Zustand in einen weicheren, verformbaren oder gummiartigen Zustand ändern.Glasübergangstemperatur (Mittelpunkt) lag bei -61 °C; der Schmelzbereich mit Hauptpeak bei 150 °C ist nicht so stark strukturiert wie beim ersten Erhitzen. Die Schmelzwärme hat sich im Vergleich zum ersten Erhitzen fast halbiert (knapp 20 J/g gegenüber 36 J/g).