PA6/6T: Polyamid 6/6T

HTRTP

Hochtemperaturbeständige Thermoplaste

Allgemeine Eigenschaften

Kurzer Name: PA6/6T

Bezeichnung: Polyamid 6/6T


Wie PA6/3T gehört auch Polyamid 6/6T zu den halbaromatischen Polyamiden, ist jedoch teilkristallin. Es ist ein Copolymer aus Caprolactam, Hexamethylendiamin und Terephthalsäure (Terephthalsäure wird durch den Buchstaben T dargestellt).

Strukturelle Formel

Ein minimalistisches schwarz-weißes Logo mit einer Lupe, die Analyse und Prüfung symbolisiert.

Eigenschaften

GlasübergangstemperaturDer Glasübergang gilt als eine der wichtigsten Eigenschaften amorpher und teilkristalliner Materialien, wie z.B. anorganische Gläser, amorphe Metalle, Polymere, Pharmazeutika und Lebensmittel, usw., und bezeichnet den Temperaturbereich, in dem sich die mechanischen Eigenschaften des Material von einem harten und spröden Zustand in einen weicheren, verformbaren oder gummiartigen Zustand ändern.Glasübergangstemperatur60 bis 100 °C
Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelztemperatur250 bis 300 °C
Schmelz-Enthalpie-
Zersetzungstemperatur460 bis 480 °C
Elastizitätsmodul3500 bis 3600 MPa
Koeffizient der linearen thermischen Ausdehnung70 *10-6/K
Spezifische Wärmekapazität (cp)Die spezifische Wärmekapazität oder Wärmekapazität ist eine messbare physikalische Größe, die dem Verhältnis der einem Objekt zugeführten Wärme zur resultierenden Temperaturänderung entspricht.Spezifische Wärmekapazität-
WärmeleitfähigkeitDie Wärmeleitfähigkeit (λ mit der Einheit W/(m•K)) beschreibt den Transport von Energie - in Form von Wärme - durch einen Körper aufgrund eines Temperaturgefälles.Wärmeleitfähigkeit-
DichteDie Massen-Dichte ist definiert als Verhältnis zwischen Masse und Volumen.Dichte1,18 g/cm³
MorphologieTeilkristallines Polymer
Allgemeine EigenschaftenHohe mechanische Stabilität. Hohe chemische Beständigkeit. Hohe Zähigkeit in der Kälte. Höhere Temperaturbeständigkeit als PA6 oder PA6.6
VerarbeitungSpritzgießen
AnwendungenElektrotechnik/Elektronik (Zahnräder, Steckverbinder...). Äxte. Fischerei-Ausrüstung

NETZSCH Messung

DSC-Analysegrafik, die den Wärmefluss mit zwei Heizkurven für eine Probe zeigt und die spezifischen Temperatur- und Energiewerte angibt.
Probenmasse12,29 mg
Heizraten10 K/min
TiegelAl, gelochter Deckel
AtmosphäreN2 (50 ml/min)

Auswertung

Der große Relaxationspeak, der sich bei der ersten Erwärmung (blau) mit dem Glasübergang (Mittelpunkt: 61 °C) überschneidet, deutet darauf hin, dass diese Polymerprobe in einem Temperaturbereich von 40 °C bis 50 °C temperiert oder über einen längeren Zeitraum in diesem Temperaturbereich gelagert wurde. Aufgrund der Wasserentfernung (breiter Peak von ca. 90 °C bis 180 °C) während des ersten Aufheizens verschob sich der Glasübergang beim zweiten Aufheizen (rot) auf 101 °C (Mittelpunkt). Bei der zweiten Aufheizung (rot) setzte das Schmelzen der Probe nach einer kleinen exothermen Nachkristallisation (Peak: 141 °C) im Anschluss an den Glasübergang ein; die Temperatur des Hauptpeaks betrug 299 °C. Die entsprechende Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelzenthalpie betrug 40 J/g. Bei der ersten Erwärmung lag die Gesamtschmelzenthalpie bei 29 J/g und war damit etwas niedriger als bei der zweiten Erwärmung, was darauf hindeutet, dass während des dazwischenliegenden Abkühlungsabschnitts eine zusätzliche KristallisationAls Kristallisation bezeichnet man den physikalischen Vorgang der Verhärtung bei der Bildung und beim Wachstum von Kristallen. Bei diesem Prozess wird Kristallisationswärme frei.Kristallisation stattgefunden hatte. Dennoch war die Schmelztemperatur (Spitzentemperatur) von 298 °C ähnlich wie bei der zweiten Erwärmung.

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