Allgemeine Eigenschaften
Kurzer Name: PVF
Bezeichnung: Polyvinylfluorid
Polyvinylfluorid (PVF) gehört ebenso wie PTFE zu den teilkristallinen thermoplastischen Fluorkunststoffen. Von der Struktur her ist es mit PVC verwandt, aber Polyvinylfluorid weist eine höhere chemische und physikalische Stabilität auf als Polyvinylchlorid, da die Bindung zwischen Fluor und Kohlenstoff stärker ist als zwischen Chlor und Kohlenstoff.
Strukturformel

Eigenschaften
NETZSCH Messung

| Probenmasse | 8,79 mg |
| Heizraten | 10 K/min |
| Tiegel | Al, gelochter Deckel |
| Atmosphäre | N2 (40 ml/min) |
Bewertung
PVF ist teilkristallin und zeigt neben einem Glasübergang bei ca. 39 °C in der zweiten Aufheizung (rot, Mittelpunkt) einen Schmelzübergang mit einer Spitzentemperatur von 195 °C (zweite Aufheizung). Die Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelzenthalpie von ca. 56 J/g war bei beiden Aufheizvorgängen ähnlich. Die Glasübergangsstufen mit 0,07 J/(g*K) (erste Aufheizung, blau) und 0,09 J/(g*K) (zweite Aufheizung, rot) sind sehr gering.