PVF: Polyvinylfluorid

HTRTP

Hochtemperaturbeständige Thermoplaste

Allgemeine Eigenschaften

Kurzer Name: PVF

Bezeichnung: Polyvinylfluorid


Polyvinylfluorid (PVF) gehört ebenso wie PTFE zu den teilkristallinen thermoplastischen Fluorkunststoffen. Von der Struktur her ist es mit PVC verwandt, aber Polyvinylfluorid weist eine höhere chemische und physikalische Stabilität auf als Polyvinylchlorid, da die Bindung zwischen Fluor und Kohlenstoff stärker ist als zwischen Chlor und Kohlenstoff.

Strukturformel

Stilisiertes Zahnradsymbol, das Analyse und Testen symbolisiert, mit klaren Linien und einem modernen Design für technikorientierte Inhalte.

Eigenschaften

GlasübergangstemperaturDer Glasübergang gilt als eine der wichtigsten Eigenschaften amorpher und teilkristalliner Materialien, wie z.B. anorganische Gläser, amorphe Metalle, Polymere, Pharmazeutika und Lebensmittel, usw., und bezeichnet den Temperaturbereich, in dem sich die mechanischen Eigenschaften des Material von einem harten und spröden Zustand in einen weicheren, verformbaren oder gummiartigen Zustand ändern.Glasübergangstemperatur-20 bis +40 °C
Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelztemperatur190 bis 200 °C
Schmelz-Enthalpie164 J/g
Zersetzungstemperatur430 bis 450 °C
Elastizitätsmodul2100 bis 2600 MPa
Koeffizient der linearen thermischen Ausdehnung50 bis 97 *10-6/K
Spezifische Wärmekapazität (cp)Die spezifische Wärmekapazität oder Wärmekapazität ist eine messbare physikalische Größe, die dem Verhältnis der einem Objekt zugeführten Wärme zur resultierenden Temperaturänderung entspricht.Spezifische Wärmekapazität1,0 bis 1,8 J/(g*K)
WärmeleitfähigkeitDie Wärmeleitfähigkeit (λ mit der Einheit W/(m•K)) beschreibt den Transport von Energie - in Form von Wärme - durch einen Körper aufgrund eines Temperaturgefälles.Wärmeleitfähigkeit-
DichteDie Massen-Dichte ist definiert als Verhältnis zwischen Masse und Volumen.Dichte1,37 bis 1,39 g/cm³
MorphologieTeilkristallines Polymer
Allgemeine EigenschaftenGute Witterungsbeständigkeit. Sehr gute chemische Beständigkeit. Gute Stabilität und Zähigkeit
VerarbeitungStrangpressen
AnwendungenBauindustrie (z.B. witterungsbeständige Folien). Elektroindustrie. Autoindustrie. Flugzeugbau

NETZSCH Messung

DSC-Diagramm zur Veranschaulichung der Thermoanalyse mit Heizkurven, die den Wärmefluss, die Temperaturübergänge und die spezifischen Wärmewerte zeigen.
Probenmasse8,79 mg
Heizraten10 K/min
TiegelAl, gelochter Deckel
AtmosphäreN2 (40 ml/min)

Bewertung

PVF ist teilkristallin und zeigt neben einem Glasübergang bei ca. 39 °C in der zweiten Aufheizung (rot, Mittelpunkt) einen Schmelzübergang mit einer Spitzentemperatur von 195 °C (zweite Aufheizung). Die Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelzenthalpie von ca. 56 J/g war bei beiden Aufheizvorgängen ähnlich. Die Glasübergangsstufen mit 0,07 J/(g*K) (erste Aufheizung, blau) und 0,09 J/(g*K) (zweite Aufheizung, rot) sind sehr gering.

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