FOURIER-TRANSFORM-INFRAROT-SPEKTROSKOPIE (FT-IR)

STA 319 Jupiter® über Transferleitung mit dem INVENIO von Bruker gekoppelt

Die perfekte Lösung für die Kopplung von STA und FT-IR

Highlights

Thermische Analyse plus FT-IR – mehr als nur die Summe ihrer Teile

Das NETZSCH STA 319 Jupiter® mit FT-IR-Kopplung kombiniert die simultane thermische Analyse – TG- und DSC-Signale von ein und derselben Probe – mit einer fortschrittlichen Gasphasendetektion mittels FT-IR-Spektroskopie. Diese leistungsstarke Konfiguration ermöglicht ein tieferes Verständnis von Zersetzung, Oxidation, Phasenübergängen und anderen thermischen Prozessen, indem Massenänderungen und thermische Effekte mit der Identifizierung der beim Aufheizen entstehenden Gase korreliert werden.

Mit ihrem robusten, wassergekühlten Keramikofen, der fortschrittlichen Mikrowaage mit Top-Loading-Funktion und dem vakuumdichten Aufbau gewährleistet die STA 319 Jupiter® zuverlässige Messungen unter definierten atmosphärischen Bedingungen. In Kombination mit einer beheizten Transferleitung können die entstehenden Gase sicher und effizient vom Ofenausgang zur FT-IR-Gaszelle geleitet werden, was eine genaue und kondensationsfreie Gasanalyse auch bei reaktiven oder kondensierbaren Stoffen ermöglicht.

In Verbindung mit der Bruker INVENIO FT-IR-Plattform bietet das System eine hohe spektrale Auflösung und Empfindlichkeit für ein breites Anwendungsspektrum, darunter Polymere, Chemikalien, Pharmazeutika, Materialien aus den Lebenswissenschaften und anorganische Stoffe. Die nahtlose Integration der NETZSCH-Proteus® und Bruker-OPUS Software gewährleistet eine synchronisierte Datenerfassung, sodass Anwender TG- und DSC-Ereignisse direkt mit bestimmten Gasspezies und Reaktionsmechanismen in Zusammenhang bringen können.

Diese modulare STA-Lösung eröffnet neue Möglichkeiten bei der simultanen thermischen Analyse und bei gekoppelten Verfahren. Durch die Kombination von thermischen Effekten, Massenänderungen und der Analyse der entstehenden Gase in einem Arbeitsablauf bietet die STA 319 Jupiter® umfassende Einblicke in das Materialverhalten – von der routinemäßigen Qualitätskontrolle bis hin zu anspruchsvollen Forschungs- und Entwicklungsanwendungen.

Methode

Fourier-Transform-Infrarot (FT-IR)-Spektrometer in Verbindung mit thermischer Analyse

Die thermische Analyse bietet ideale Werkzeuge zur Charakterisierung einer Vielzahl organischer und anorganischer Feststoffe und Flüssigkeiten. Thermodynamische Übergänge, Thermische StabilitätEin Material ist thermisch stabil, wenn es sich unter Temperatureinfluss nicht zersetzt. Eine Möglichkeit, die thermische Stabilität einer Substanz zu bestimmen ist die Verwendung eines TGA (thermogravimetrischer Analysator).thermische Stabilität, Zersetzung und chemische Reaktionen lassen sich über einen breiten Temperaturbereich mit hoher Genauigkeit nachweisen und quantifizieren.

In einigen Fällen sind jedoch Informationen über die Art der entstehenden Gase erforderlich, um die Chemie hinter den Prozessen besser zu verstehen. Die Kopplung der thermischen Analyse mit leistungsstarker Infrarotspektroskopie zur Gasanalyse schließt diese Lücke. Sie ermöglicht einen tieferen Einblick in das Materialverhalten und liefert einen spektralen Fingerabdruck der Gase, die bei Aufheizung aus der Probe freigesetzt werden.

Die Proteus®-Software für die thermische Analyse und die OPUS-Software für FT-IR-Messungen sind nahtlos integriert, um eine effiziente Kopplung von thermischer Analyse und FT-IR zu ermöglichen. Die Temperatur- und Zeitkorrelationen aller experimentellen Daten werden während des gesamten Prozesses sorgfältig beibehalten.

Infrarotspektroskopie

Die Infrarotspektroskopie ist eine klassische Technik, die auf der Absorption von Infrarotstrahlung durch molekulare Bindungsschwingungen basiert. Diese Absorption tritt auf, wenn Bindungen auf bestimmte Weise schwingen. Allerdings können nur jene Schwingungen mit IR-Licht in Wechselwirkung treten, die eine Änderung des Dipolmoments bewirken. Aus diesem Grund erzeugen die meisten Substanzen ein charakteristisches Spektrum, während homonukleare Moleküle – wie O₂ und N₂ – oder Edelgase keine fundamentalen IR-Absorptionsbanden aufweisen, da bei ihren Schwingungen keine Änderungen des Dipolmoments auftreten.

DSC heat-flow curve (blue) contrasts with temperature (red) trends, illustrating thermal analysis results over time.
NETZSCH Tech Talk features innovative thermal analysis solutions, including Differential Scanning Calorimetry and Dynamic-Mechanical Analysis. Join experts on December 5, 2023, to explore advancements in materials characterization.
Race car pit stop with a red car surrounded by crew in orange uniforms, showcasing high-speed repair and teamwork.
Absorbance spectrum graph displaying peaks between 1000 cm⁻¹ and 4000 cm⁻¹, illustrating material analysis data.

Funktionsprinzip eines FT-IR-Spektrometers

Ein Infrarotstrahl, der in der Abbildung als von der Quelle auf der rechten Seite kommend dargestellt ist, wird durch einen Strahlteiler in zwei Strahlengänge aufgeteilt. Ein Strahlengang wird auf einen feststehenden Spiegel gerichtet und reflektiert, während der andere von einem beweglichen Spiegel reflektiert wird.

Nach der Reflexion werden die beiden Strahlen wieder vereinigt und interferieren miteinander. Das resultierende Interferenzmuster hängt vom Abstand zwischen den beiden Spiegeln – der sich ändert, wenn der bewegliche Spiegel seine Position verschiebt – und den im Strahl vorhandenen Frequenzen ab.

Dieser Vorgang erzeugt ein Interferogramm, ein Signal, das typischerweise durch einen zentralen Peak und flache Flügel gekennzeichnet ist. Der zentrale Peak tritt auf, wenn beide Spiegel den gleichen Abstand zum Strahlteiler haben, sodass alle Frequenzen konstruktiv interferieren können.

Schließlich wird das Interferogramm mithilfe einer Fourier-Transformation mathematisch in ein Spektrum umgewandelt, wodurch die Infrarot-Absorptionseigenschaften der Probe sichtbar werden.

Netzsch Bruker logo featuring blue and green shapes with the tagline "Cooperation since 1993," symbolizing innovation and collaboration.

Über 30 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit

Seit über 30 Jahren arbeiten NETZSCH und Bruker zusammen, um integrierte Lösungen für die thermische Analyse und Gasanalyse anzubieten. Diese langjährige Partnerschaft verbindet das Know-how von NETZSCH in der thermischen Analyse mit der Führungsrolle von Bruker in der FT-IR-Technologie und bietet Kunden zuverlässige, hochwertige Systeme, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Gemeinsam liefern wir innovative, benutzerfreundliche Lösungen aus einer Hand und gewährleisten einen reibungslosen Betrieb sowie einen hervorragenden Support.

Die Vorteile unserer Zusammenarbeit auf einen Blick:

  • Nahtlose Integration: Optimierte Kopplung von NETZSCH-Thermoanalysatoren mit Bruker-FT-IR-Spektrometern für eine zuverlässige und effiziente Analyse der entstehenden Gase.
  • Bewährte Fachkompetenz: Jahrzehntelange gemeinsame Erfahrung gewährleistet hochwertige, innovative Lösungen, die genau auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind.
  • Komfort aus einer Hand: Vollständig kompatible Systeme mit umfassendem Support durch beide Partner.
  • Verbesserte Leistung: Die präzise Abstimmung der Geräte liefert genaue und reproduzierbare Ergebnisse.
  • Kontinuierliche Innovation: Die Zusammenarbeit fördert die Entwicklung modernster Technologien und Funktionen für fortschrittliche Analysen.
  • Mühelose Kompatibilität mit der OPUS-Software von Bruker: Bei NETZSCH bieten wir nahtlose Kompatibilität mit der OPUS-Software von Bruker, was einen reibungslosen Arbeitsablauf zwischen beiden Systemen ermöglicht. Dies gewährleistet eine integrierte und effiziente Arbeitsweise, bei der das Potenzial beider Geräte optimal ausgeschöpft wird.

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Erfahren Sie, wie Bruker Optics und NETZSCH Analysieren & Prüfen seit 30 Jahren zusammenarbeiten und wie die FT-IR-Technik Ihnen bei der Lösung Ihrer Herausforderungen hilft.

Technische Daten

Volumen und Länge der Gaskammer
11.8 ml/123 mm
Temperatur der Förderleitung
max. 400°C
Detektor
DLaTGS oder MCT 
Analytical laboratory equipment showcasing advanced technologies for precise testing and analysis in scientific research.

Wellenzahlenbereich:
FT-IR: 8000 cm-1 bis 340 cm-1
Kopplung: 4400 cm-1 bis 600 cm-1

Auflösung:
besser als 0,4 cm-1

Ofenadapter:
max. 400 °C

Material der Transferleitung:
Edelstahl (austauschbar)

Material des Fensters der Gaszelle:
KBr

Zubehör

Der automatische Probenwechsler (ASC) bewältigt gleichermaßen Routinemessungen in der Qualitätskontrolle wie auch Anforderungen aus Forschung & Entwicklung. Er arbeitet rund um die Uhr, um Ihnen Zeit für andere Herausforderungen zu verschaffen, und ermöglicht es Ihnen, die Kupplung auch am Wochenende optimal zu nutzen. Selbstverständlich kann jeder Probe ein individuelles Mess- und Auswertungsprogramm zugewiesen werden. Einfach verständliche Eingabefelder führen Sie durch die Programmierung einer Messreihe. Auch ungeplante Analysen lassen sich in eine bereits laufende, vorprogrammierte Messreihe einfügen.

High-precision lab equipment with a touchscreen interface, designed for materials testing and analysis.

Erfahren Sie noch mehr über die Kopplung mit Transferleitung

Customer support representative at a computer, smiling and engaged, highlighting NETZSCH's commitment to service excellence.

Proven Excellence im Service

NETZSCH Analysieren & Prüfen bietet Ihnen weltweit ein umfassendes Angebot an Services, um die optimale Leistung und Langlebigkeit Ihrer thermoanalytischen Geräte zu gewährleisten. Wir helfen Ihnen dabei, die Effektivität Ihrer Geräte zu maximieren, ihre Lebensdauer zu verlängern und Ausfallzeiten zu minimieren. 

Schöpfen Sie das volle Potenzial Ihrer Geräte mit unseren maßgeschneiderten Lösungen aus, die auf jahrelanger Branchenerfahrung und Innovation beruhen.

Software

Bruker OPUS und NETZSCH Proteus® – Eine unübertroffene Kombination für maximale Benutzerfreundlichkeit

3-D analysis view in OPUS software displaying straw pyrolysis test results, including TGA curve and spectrum plots.
Screenshot der OPUS-Software während der Auswertung eines Stroh-Pyrolyseversuchs: Mehrfenster-Darstellung mit einem 3D-Diagramm (x-y-z-Ansicht, einschließlich TG-Kurve und Temperaturdaten aus dem thermischen Analysesystem), einem 2D-Diagramm (Ansicht auf den 3D-Würfel) und einem Spektralfenster, das das Spektrum an der Position der roten Linie im 3D-Diagramm darstellt
Temperature-scaled plot displaying TGA, DTG, and Gram-Schmidt curves with methane, water, and carbon monoxide traces.
Screenshot der Proteus®-Software während der Auswertung desselben Strohversuchs: Temperaturskalierte Darstellung der TG- und DTG-Kurven zusammen mit dem Gram-Schmidt-Diagramm und den berechneten Kurvenverläufen von Methan, Wasser und Kohlenmonoxid (Verlauf der Absorptionsintensität eines bestimmten Spektralbandes)

Die Kombination aus der NETZSCH-Proteus®-Software und der OPUS FT-IR-Software basiert auf einem synchronisierten Datenaustausch, der einen koordinierten Betrieb der gekoppelten Systeme ermöglicht. Die Messungen werden über die NETZSCH-Proteus®-Software gestartet, die gleichzeitig die Datenerfassung in OPUS auslöst. Der Anwender muss den Befehl zum Messstart und zur Datenerfassung nur einmal eingeben; sowohl OPUS als auch Proteus® arbeiten dann mit den vordefinierten Parametern. Die Online-Datenerfassung ist vollständig synchronisiert, wodurch bei der Auswertung eine präzise Zeit- und Temperaturkorrelation zwischen allen Signalen der beiden gekoppelten Geräte gewährleistet ist. Die beiden Softwarepakete können von einem einzigen Computer aus bedient werden, sodass Anwender jederzeit Zugriff auf die gesamte Bandbreite der Datenauswertungs- und Ergebnisdarstellungsoptionen in beiden Umgebungen haben.

Erfahren Sie noch mehr über die Software:

  • Vollständige Software-Integration – Online-Datenaustausch zwischen den beiden Gerätesoftwarepaketen während des laufenden Experiments
  • Nahtlose Gerätesteuerung, Messdefinition für TG und FT-IR vollständig über die Proteus®-Software gesteuert
  • Segmentweise Aktivierung oder Deaktivierung der FT-IR-Kopplung mit einem Mausklick
  • Automatisches Speichern der Datensätze beider Messungen (TG und FT-IR) unter identischen Dateinamen (jedoch mit unterschiedlichen Dateiendungen) in denselben Verzeichnissen
  • Messungen mit automatischem Probenwechsler ermöglichen individuelle FT-IR-Messparameter für jede Position
  • Gemeinsame Darstellung des Gram-Schmidt-Diagramms sowie von bis zu 30 vorab ausgewählten Kurven zusammen mit den thermischen Analysekurven in der Proteus®-Software während des Experiments
  • Online-Auswertung (SNAP SHOT) von TG-/STA-/DSC-Messungen bereits unter Einbeziehung der FT-IR-Daten während der Messung
  • Kurvenberechnungen mit Auswertung charakteristischer Temperaturen und Peakflächen zusammen mit TG- und DSC-Kurven
  • Kombinierte Analysediagramme von thermischen Analysen und FT-IR-Signalen
  • Mehrkomponentensuche in OPUS
  • Identifizierung anhand verschiedener Gasphasenbibliotheken, z. B. der TG-FT-IR-Bibliothek für Polymere von NETZSCH

Ähnliche Geräte

  • PERSEUS® TG 309 Libra® mit Direktkopplung
    • Kein flüssiger Stickstoff erforderlich
    • Keine separate Förderleitung
    • Platzsparende Bauweise
    • Einfache Bedienung mit automatischem Probenwechsler
    • Analytik der entstehenden Gase bis zu einer Probentemperatur von 1100 °C
    • Hoher Probendurchsatz dank großem automatischem Probenwechsler und schneller Ofenkühlung
    • Nahtlose Integration der Proteus®- und OPUS-Software
  • PERSEUS® STA 509 Jupiter® mit Direktkopplung
    • Keine externe Transferleitung oder Kopplungsadapter erforderlich
    • Gleichzeitige Erfassung von Massenänderungen, Gasspezies und DSC-Signalen
    • Probentemperaturen bis zu 2000 °C
    • Minimaler Platzbedarf dank integriertem Bruker Alpha II
    • Nahtlose Integration der Proteus®- und OPUS-Software 
  • STA 509 Jupiter® über Transferleitung mit dem INVENIO von Bruker gekoppelt
    • Optimierter Gastransport durch beheizte Transferleitung
    • Analyse der entstehenden Gase bei Temperaturen bis zu 2000 °C
    • Unterstützt sowohl TG- als auch DSC-Signale für eine eingehende Analyse
    • Maximale Flexibilität bei der Aufstellung des Geräts
    • Ideal für Umgebungen mit mehreren Anwendern und für Forschungszwecke
    • Nahtlose Integration der Proteus®- und OPUS-Software

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