Allgemeine Eigenschaften
Kurzer Name: PVDF
Bezeichnung: Polyvinylidenfluorid
Polyvinylidenfluorid (PVDF) gehört wie PTFE zu den teilkristallinen, thermoplastischen Fluorkunststoffen.
Strukturformel

Eigenschaften
NETZSCH Messung

| Probenmasse | 18,64 mg |
| Heizraten | 10 K/min |
| Tiegel | Al, gelochter Deckel |
| Atmosphäre | N2 (70 ml/min) |
Auswertung
PVDF ist ein teilkristallines Polymer und zeigt neben einem Glasübergang bei -40 °C (Mittelpunkt, in beiden Heizungen sichtbar) einen breiten Schmelzbereich von ca. 50 °C/60 °C bis ca. 200 °C. Dennoch ist die Molekulargewichtsverteilung der Polymerketten eng, wie die schmale Halbwertsbreite des Hauptpeaks mit einer Peaktemperatur von 175 °C (zweite Aufheizung, rot) zeigt. Die Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelzenthalpie betrug bei der zweiten Aufheizung (rot) ca. 66 J/g, was auf einen Kristallinitätsgrad von ca. 63% hinweist, basierend auf einem Enthalpiewert von 105 J/g für das 100% kristalline Material.
Kristallinitätsgrad (in %):
