Allgemeine Eigenschaften
Kurzer Name: PTFE
Bezeichnung: Polytetrafluorethylen
Polytetrafluorethylen (PTFE) ist das am meisten verbreitete und wichtigste Fluorpolymer. Es ist ein linearer, teilkristalliner Thermoplast mit mehreren Übergängen zwischen 0 °C und 340 °C. Aufgrund seiner Abriebfestigkeit und hohen chemischen Beständigkeit wird PTFE häufig in tribologischen Systemen eingesetzt. In vielen Haushalten wird PTFE auch als Beschichtung für Bratpfannen verwendet.
Strukturformel

Eigenschaften
NETZSCH Messung

| Probenmasse | 12,80 mg |
| Heizraten | 10 K/min |
| Tiegel | Al, gelochter Deckel |
| Atmosphäre | N2 (40 ml/min) |
Auswertung
Die DSC-Kurve der PTFE-Probe weist zwei sich überlappende Peaks bei etwa 20 °C auf. Die Peaks waren beim zweiten Durchlauf (rot) schärfer als beim ersten Durchlauf (blau) und erreichten Spitzentemperaturen von 23 °C bzw. 32 °C. Beim zweiten Durchlauf wurde ein sehr schwacher Glasübergang bei ca. 130 °C festgestellt. Die Schmelzübergänge erreichten bei beiden Aufheizungen ihren Höchstwert bei 334 °C. Die Schmelztemperaturen und SchmelzenthalpienDie Schmelzenthalpie einer Substanz, auch bekannt als latente Wärme, stellt ein Maß der Energiezufuhr dar, typischerweise Wärme, welche notwendig ist, um eine Substanz vom festen in den flüssigen Zustand zu überführen. Der Schmelzpunkt einer Substanz ist die Temperatur, bei der die Substanz von einem festen (kristallinen) in den flüssigen Zustand (isotrope Schmelze) übergeht.Schmelzenthalpie von 65 J/g bei der zweiten Aufheizung (rot) liegt ca. 11 % unter der Schmelzenthalpie der ersten Aufheizung. Dies deutet auf eine geringere Kristallinität bei der zweiten Aufheizung hin und steht im Einklang mit dem etwas deutlicher ausgeprägten Glasübergangsschritt, der auf einen Anstieg des amorphen Anteils hindeutet.